STATUS QUO: Betriebliches Gesundheitsmanagement in Rhein-Bergs Unternehmen

28.08.2019
STATUS QUO: Betriebliches Gesundheitsmanagement in Rhein-Bergs Unternehmen

Im Frühjahr 2019 haben wir Sie gefragt: „Wie sieht es aus mit dem Betrieblichen Gesundheitsmanagement im Rheinisch-Bergischen Kreis?“
Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung aus dem Oberbergischen Kreis haben wir Prof. Dr. Thomas Olbrecht von der FOM Hochschule für Oekonomie & Management und Holger Krebs, Unternehmensberater aus Bergisch Gladbach, bei der Durchführung ihrer Analyse zum Status Quo des Betrieblichen Gesundheitsmanagements in unserer Region unterstützt.

Worum geht es bei der Analyse?
Die Autoren wollen aufzeigen, wie sich die Aktivitäten rund um das Betriebliche
Gesundheitsmanagement bei kleinen und mittelständischen Unternehmen in unserer Region aktuell darstellt. Im Kern wird analysiert, welche Möglichkeiten und Potenziale die Unternehmen mit einem Gesundheitsmanagement verbinden. Gleichzeitig sollen Hemmnisfaktoren aufgezeigt werden, die aus Sicht der Unternehmen gegen die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements sprechen.

Wer hat mitgemacht?
Insgesamt haben sich 170 Unternehmen an der Befragung beteiligt bzw. den Fragebogen vollständig ausgefüllt. Die Unternehmensstruktur in Rhein-Berg und Oberberg wird durch die Unternehmensgröße und deren Branche sehr gut widergespiegelt. 25 Prozent der Unternehmen zählen sich zu der Dienstleistungsbranche. Es folgen mit 21 Prozent Industrieunternehmen sowie mit 19 Prozent Handwerksbetriebe.

Das sind die wichtigsten Ergebnisse auf einen Blick:

Bieten Sie Ihren Mitarbeitern ein Betriebliches Gesundheitsmanagement oder einzelne Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge an?Bild vergrößern

• Knapp die Hälfte der teilnehmenden Unternehmen bieten ihren Mitarbeitern ein Betriebliches Gesundheitsmanagement bzw. einzelne Maßnahmen zur Gesundheitsvorsorge an. Dagegen sind bei 26 Prozent der Unternehmen keine Aktivitäten geplant.

• Der Erhalt der Leistungsfähigkeit, Investition in die Zukunft und die Optimierung des sozialen Umfeldes (Identifikation, Bindung) sind wesentliche Gründe bei der Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Hohe Fehlzeiten sowie eine hohe Fluktuation spielen dagegen kaum eine Rolle.

• Zwischen 100 und 200 Euro pro Jahr und Person stehen an Budget für Maßnahmen zur Gesundheitsförderung für die Angestellten bereit.
• Fehlendes Budget ist kein Faktor sich gegen die Einführung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements zu entscheiden. Vielmehr ist es die nicht vorhandene Zeit (neben dem Alltagsgeschäft) als auch die nicht gesehene Notwendigkeit, die gegen eine Einführung sprechen.
• Die Ursachen für eine mangelnde Leistungsfähigkeit und krankheitsbedingte Fehltage werden in erster Linie bei den Beschäftigten gesehen. Zum Beispiel in deren Verhalten, was die eigene Gesundheitsvorsorge betrifft sowie in deren veränderten Einstellungen zu Beruf, Arbeitsleistung und Karriere. Eine zu hohe Arbeitsbelastung wird nur als nachgeordneter Grund genannt.
• Eine Analyse von psychischen Belastungen findet bei knapp der Hälfte der befragten Unternehmen nicht statt.

Welche Gründe sprechen gegen die Einführung oder Weiterentwicklung des Betrieblichen Gesundheitsmanagements?Bild vergrößern

• Die Möglichkeiten der Steuerbefreiung von Angeboten zum gesundheitsförderlichen Verhalten sind für die befragten Unternehmen mehrheitlich unbekannt.
• Vor allem fehlende personelle Ressourcen verhindern die Einführung und Weiterentwicklung eines Betrieblichen Gesundheitsmanagements. Als weitere Gründe werden eine fehlende Motivation innerhalb der Belegschaft als auch die Unwissenheit zum Thema im Unternehmen genannt.

Sie wollen noch mehr wissen?
Die kompletten Ergebnisse der Befragung bekommen Sie als Präsentation unter folgenden Links bei den Autoren als Download angeboten.

Hier können Sie die Studie anfordern.

Wie kann die RBW Sie weiter unterstützen?
Sie möchten das Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement im Unternehmen gerne angehen, aber Ihnen fehlen Informationen zu Möglichkeiten, finanzieller Unterstützung, den richtigen Ansprechpartnern oder Sie wissen nicht, wie Sie am besten vorgehen sollen?
Lassen Sie uns wissen, was Ihnen weiterhilft! Sind es vielleicht konkrete Informationen, die Vermittlung zu Anbietern, die Möglichkeit eines Austausches mit anderen Unternehmen? Sagen Sie uns, was es braucht, damit Sie beim Thema Gesundheit am Arbeitsplatz durchstarten können!

Bianca Degiorgio steht Ihnen unter 02204 - 976321 oder per Mail degiorgio@393da97d0ee24d81b91c7e21a7285c74rbw.de für Ihre Rückfragen und Anregungen gerne zur Verfügung.

Autoren: Prof. Dr. Thomas OlbrechtHolger Krebs und Bianca Degiorgio
Grafiken/Foto: Prof. Dr. Thomas Olbrecht/Holger Krebs/RBW 

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