Mit Apps in die smarte Zukunft

20.07.2020
Mit Apps in die smarte Zukunft

IT intouch entwickelt preisgekrönte Apps, Weblösungen & E-Shops  - auch mithilfe von Fördermitteln

Mobil und online: Smartphones sind allgegenwärtig. Und damit auch Apps. Sie lassen auf dem Display das erscheinen, was den Nutzer interessiert, und sammeln meistens gleichzeitig im Hintergrund unbemerkt Daten, die dem App-Betreiber nützen. Die komplexe Technik ist für IT intouch Alltagsgeschäft. Das Unternehmen gehört zu den Pionieren der App-Entwicklung in Deutschland. Als andere den Begriff APP bestenfalls als Abkürzung für Alan Parsons Project kannten, begann Florian Trautmanns Agentur bereits 2008 als eine der ersten im Lande praktische Anwendungssoftware zu entwickeln. Inzwischen erhielt IT intouch mehrfach die Auszeichnung „Best of Apps“ der Initiative Mittelstand und – ganz frisch – den German Design Award 2020 für die App des Goethe Museums Düsseldorf.

Firmengründung als Student

Ein versiertes Team aus acht Personen – das ist IT intouch. Hinzu kommen Externe, sodass sich Designer, Grafiker, Redakteure und durchaus auch mal Schauspieler oder Filmemacher in einem kreativen Prozess zusammenfinden, um für den Kunden das virtuelle Optimum zu erreichen. An der Spitze des Teams steht Florian Trautmann. Der 37-jährige Geschäftsführer, der als Multimediainformatiker und Diplom-Wirtschaftsinformatiker ausgebildet ist, war schon als Schüler technikbegeistert und Teilnehmer großer LAN-Partys. „Aus dem Studium heraus habe ich dann die Firma gegründet“, erzählt er. Das war 2006. Ihm zur Seite stand ein Kommilitone, der bis heute als Softwareentwickler zu seinen Mitarbeitern zählt. Die paar Quadratmeter im Elternhaus wurden bald zu klein; inzwischen nutzt die Firma rund 200 Quadratmeter in Bergisch Gladbach-Refrath.

Pionier der App-Entwicklung

„Softwareentwicklung war immer das Thema“, skizziert Florian Trautmann die Ausrichtung des Unternehmens. Zwar gehört die Erstellung von Weblösungen und Webshops auch heute noch zum Tagesgeschäft, doch begann 2007 mit der Markteinführung des ersten Smartphones eine neue Ära für IT intouch: das Zeitalter der Apps. „Wir waren eine der ersten Agenturen für App-Entwicklung auf dem deutschen Markt“, erzählt Florian Trautmann. „Das Allererste war 2008 eine App für Schüler zur Organisation des Schulalltags. In der Hochzeit haben wir 2.000 Apps am Tag verkauft – für 1 Euro.“

Von der Schüler-App zum Global Player-Kunden

Die Schüler-App entpuppte sich als Eintrittskarte in die Welt der Global Player. Weltunternehmen wie Creditreform, DHL, Opel und Continental sind inzwischen Kunden der App-Agentur. „Für Devolo, ein Anbieter von Netzwerktechnik, haben wir die Apps für Smart Home entwickelt“, verrät Florian Trautmann. Durch sie lassen sich per Smartphone etwa Heizung, Beleuchtung und Rollläden von unterwegs steuern. Eine App, die übrigens in Zusammenarbeit mit der Overather Design-Agentur Förderturm entstanden ist, mit der IT intouch seit einigen Jahren eng zusammenarbeitet.

Mittelstand mit individuellen Wünschen

Auch eine breite Palette von Mittelständlern aus ganz Deutschland gehört zum Kundenkreis – mit individuellen Wünschen: Mal hat IT intouch eine App entwickelt, um Akustik und Hall in einem Raum zu messen, mal sollte eine App Dichtungsflanschberechnungen vornehmen oder Lackmengen ermitteln. Für einen Rollstuhlhersteller wurde ein Webshop mit Konfigurator gebaut. Auch Museen und Theater klopfen bei der Refrather Agentur an, weil modernste Technologien die Kommunikation und Interaktion mit Besuchern erleichtern.

Beacon-Technologie: Museen schätzen drahtlose Infos

IT intouch nutzt bei Apps vor allem die Beacon- und die RFID-Technologie. So funktioniert die mit dem Design Award 2020 ausgezeichnete App des Goethe Museums in Düsseldorf mit rund 30 Beacons. Die batteriebetriebenen, handtellergroßen Sender sind an ausgewählten Exponaten angebracht und kommunizieren mit Smartphones via Bluetooth, sodass sich Infos, Videos oder Quizfragen zum Exponat abrufen lassen. Kostenträchtige Umbauten? Unnötig! Seit kurzem nutzt auch das Deutsche Sport & Olympia Museum in Köln rund 80 Beacons zur smarten Info – von IT intouch installiert und mit der Stimme von Sportmoderator Wolf-Dieter Poschmann „bespielt“.

RFID-Technologie: im Schraubenkopf montierbar

Auch die RFID-Technologie eignet sich zum Orten von Objekten. Sie ist vor allem für Gewerbe und Industrie interessant, da RFID-Tags keine Stromquelle benötigen, praktisch wartungsfrei und zudem extrem klein sind. Sie können beispielsweise im Kopf einer Schraube untergebracht und dann mit einem Smartphone ausgelesen werden.
Praktisch ist, dass in Refrath Wand an Wand mit IT intouch die Firma TECTUS residiert. „Die verkaufen vor allem RFID-Technologie“, sagt Florian Trautmann und setzt schmunzelnd hinzu: „Und wir machen für die die Software-Entwicklung.“ Eine klassische Win-win-Situation made in GL.

Künstliche Intelligenz und Augmented Reality

„Sehr spannend ist auch das Thema mit der künstlichen Intelligenz“, erklärt der Geschäftsführer. Schon jetzt hat sein Team einige Alexa Skills entwickelt, die mit dem Befehl „Alexa öffne …“ starten. Zum Beispiel Kundenberater-Skills oder die News-Abfrage beim Bürgerportal iGL. Florian Trautmann ist sich sicher: „Das wird in den nächsten Jahren zunehmen.“ Auch Augmented Reality, wodurch Printprodukte wie Kataloge, Flyer oder Plakate zum Leben erweckt werden. Das Theater Dortmund hat das Know-how von IT intouch bereits genutzt: Hält der Betrachter die Kamera seines Smartphones über ein Bild im Spielzeitheft, startet ein Video: Die Schauspieler fangen an zu reden oder zu tanzen. In der Industrie unterstützt diese Technik Lagermanagement, Fertigungsprozesse und generelle Prozessoptimierung.

„go-digital“: Zuschuss bis 16.500 Euro im Jahr

Gerade jetzt in der Corona-Krise zeigt sich, dass solche Firmen oft die Nase etwas weiter vorn haben, die digital gut aufgestellt sind – nicht nur mit Webshops. Das Bundministerium für Wirtschaft und Energie hat daher bereits 2017 das Förderprogramm „go-digital“ gestartet. „Wir haben gemerkt, dass es bei fast keinem Kunden bekannt war“, sagt Florian Trautmann, dessen Firma als „go-digital“-Agentur autorisiert ist. Dabei bietet das Programm satte Zuschüsse für kleine und mittlere Unternehmer: 50 Prozent der Kosten digitaler Aufrüstung zahlt das Ministerium! Maximal 16.500 Euro pro Jahr. Und bei neuer Thematik alle Jahre wieder.

Fördermittel für Webshop, Social Media Tools, Apps

Das  Förderprogramm „go-digital“ kann Projekte in drei Bereichen unterstützen:

  • Modul 1: IT-Sicherheit
    Dazu gehören etwa Sicherheits- und Risikoanalyse.
  • Modul 2: Digitale Markterschließung
    Dazu zählen Websiteerstellung, Social Media Tools, Online-Shops und – ganz neu – auch Apps.
  • Modul 3: Digitalisierte Geschäftsprozesse
    Darunter fallen e-Business-Softwarelösungen, digitales Lagermanagement, elektronische Zahlungs- oder Retourenabläufe.

Wer kann „go-digital“ nutzen?
Die Voraussetzungen für interessierte Chefs sind überschaubar:

  • Weniger als 100 Mitarbeiter
  • Höchstens 20 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme im Vorjahr des Antrags
  • Anträge können nur per Vertrag mit einer „go-digital“-Agentur gestellt werden

Gerade der letzte Punkt ist für Unternehmer wohl der charmanteste. Denn oft werden Förderungen nicht in Anspruch genommen, „weil die Leute die Antragsprozeduren zu Recht scheuen“, sagt Florian Trautmann. Das entfällt bei „go-digital“. Seine Agentur erledigt den kompletten Formalkram, „ein Heidenaufwand“. Der Betroffene wird nur für drei Dinge gebraucht: Beratungsgespräch, Handelsregisterauszug und Unterschrift. Spätestens nach zwei Monaten kann das Förderprojekt gestartet werden.

Mehr zum Förderprogramm "go-digital" fnden Sie auf den Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums sowei bei der IT intouch GmbH.

„Keine Idee ist zu verrückt oder komplex“

IT intouch bietet Full Service. Egal, was der Kunde wünscht – die kreativen Köpfe des Teams setzen es in enger Absprache um. Für iOS, Android und/oder PC. Natürlich auch gern barrierefrei für Blinde, Gehörlose und Farbenblinde nutzbar. „Bisher war uns keine Idee zu verrückt oder zu komplex“, sagt Florian Trautmann, der gerade in der Pilotphase eines „extrem interessanten Projekts“ steckt. „Wenn es auf den Markt kommt, wird es fast jeder kennen.“ Vielleicht legt er die Schüler-App auch nochmal neu auf.

Weitere Förderprogramme für die Digitalisierung

Im Juni wurden die Innovations- und Digitalisierungsgutscheine des Förderprogramms Mittelstand.innovativ! aufgrund von Corona für Unternehmen aus NRW neu aufgelegt. das Prgramm heißt nun "Mittelstand innovativ und digital (MID)". Bis Ende des Jahres können Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern und 10 Millionen Euro Umsatz mit 80 Prozent und bis zu 15.000 Euro gefördert, wenn sie innovative Projekte wie Apps, Chatbots, AR-Anwendungen oder ähnliches realisieren.

Hier erfahren Sie mehr über das Programm und das Angebot der IT intouch GmbH.

Über diese und weitere Förderprogamme sowie über deren Umsetzung berät Sie auch die RBW. Das ausführliche Angebot finden Sie in der Rubrik "Unser Service" auf unserer Homepage.

Text und Fotos: Ute Glaser
Unternehmen: IT intouch GmbH

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