„Corona bedeutet für die regionale Wirtschaft einen Digitalisierungsschub.“

„Corona bedeutet für die regionale Wirtschaft einen Digitalisierungsschub.“

Die Corona-Pandemie hat nach wie vor massive Auswirkungen auf die regionale Wirtschaft. Lokalschließungen, wie beispielsweise in der Gastronomie, Nachfragerückgänge und ein verändertes Kundenverhalten sorgen dafür, dass sich Unternehmer überlegen müssen, wie sie ihr Geschäftsmodell an die neuen Bedingungen anpassen können. Manfred Müller ist Abteilungsleiter für den Omnikanalvertrieb bei der VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen. Im Interview berichtet er über seine Erfahrungen während der Corona-Krise und verrät, wie sich Unternehmer für die Zukunft aufstellen sollten.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf den Zahlungsverkehr in der Region?

Manfred Müller: Seit Beginn der Pandemie ist die Nachfrage nach bargeld- und kontaktlosen Bezahllösungen deutlich gestiegen, sowohl auf Seite der Händler, als auch auf Seite der Kunden. Auch das Interesse an mobilen Bezahllösungen hat massiv zugenommen. Es ist kein Zufall, dass digitale Karten so beliebt sind, obwohl diese Bezahldienste teilweise mitten in der Pandemie-Phase gestartet wurden. Teilweise beobachten wir zudem eine Verschiebung vom stationären Handel hin zum Online-Verkauf, ausgelöst unter anderem durch die Ladenschließungen im ersten Lockdown. Wir sehen dabei, dass besonders die Händler erfolgreich sind, die ihr Geschäftsmodell weiterentwickelt haben und neben dem Ladengeschäft einen Onlineshop mit integrierten Bezahldiensten als weiteren Vertriebskanal aufgebaut haben. Bezogen auf uns als Bank setzen Kunden verstärkt auf das Online- und das Mobile-Banking. Die Nutzerzahl bei der VR-BankingApp ist in unserem Haus auf über 11.500 gestiegen.

Wie reagieren die regionalen Unternehmen auf die Auswirkungen von Lock-Down und Kontaktbeschränkungen?

Manfred Müller: Zu Beginn der Lockdown-Phase im März dieses Jahres haben wir zwei sehr unterschiedliche Reaktionen beobachten können. Einige Unternehmer*innen waren verunsichert, was die Zukunft ihres Betriebs angeht. Auf der anderen Seite haben viele aber schnell in den Krisenbewältigungsmodus geschaltet, haben nach neuen Chancen für ihr Geschäftsmodell gesucht und mutig neue Lösungen umgesetzt, um für ihre Kunden neue Angebote und Einkaufserlebnisse zu schaffen. Wir sehen dabei, dass auch bei uns in der Region die Digitalisierung einen Schub erlebt. So haben wir zahlreiche Händler mit Terminals für den kontaktlosen Zahlungsverkehr ausgestattet und gemeinsam mit unserem Partner VR Payment Unternehmen dabei unterstützt, eigene Online-Shops einzurichten.

Welche Empfehlungen haben Sie für Unternehmer*innen in der aktuellen Situation? Wie sollten sich die Unternehmen aufstellen?

Manfred Müller: Mich haben in den letzten Wochen und Monaten Menschen beeindruckt, deren Haltung eher chancenorientiert und mutig war. Diese Menschen haben trotz aller Hindernisse Dinge bewegt und ihre Unternehmen weiterentwickelt. Natürlich ist das in der Gastronomie und Hotellerie derzeit alles andere als einfach. Meine grundsätzliche Empfehlung wäre dennoch, immer nach Chancen zu suchen. Digitale Lösungen helfen dabei enorm und ermöglichen es häufig, das eigene Geschäftsmodell neu auszurichten und zu erweitern. Hilfreich ist es häufig, sich externen Rat zu holen, um andere Perspektiven und Ansätze kennenzulernen. Dafür stehen mein Team und ich natürlich jederzeit gerne zur Verfügung.

Quelle: VR Bank eG Bergisch Gladbach-Leverkusen

zurück

Kontakt

Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW)
Friedrich-Ebert-Straße 75
51429 Bergisch Gladbach

Telefon: +49 2204 9763-0
Telefax: +49 2204 9763-99

Ihr Weg zu uns

In Google Maps öffnen