IHK Köln: Ein wichtiges Detail macht im Insolvenzrecht ab 1. Oktober den Unterschied: Zahlungsunfähige Betriebe müssen regulär Insolvenz beantragen – Krisenhotline berät

Überschuldet oder tatsächlich zahlungsunfähig?

Die Antwort auf diese Frage macht für Unternehmen ganz besonders ab dem 1. Oktober einen entscheidenden Unterschied. Darauf weist die IHK Köln hin. Denn nur Unternehmen, deren Schulden das vorhandene Vermögen übersteigen, dürfen ihren Insolvenz-Antrag noch bis zum Jahresende aufschieben. Wer allerdings tatsächlich zahlungsunfähig ist, muss ab dem 1. Oktober 2020 regulär Insolvenz beantragen.

Die Verlängerungsmöglichkeit greift nur für Unternehmen, die infolge der COVID-19-Pandemie überschuldet sind, ohne zahlungsunfähig zu sein. Denn anders als bei zahlungsunfähigen Unternehmen bestehen bei überschuldeten Unternehmen Chancen, ihre Finanzlage unter Zuhilfenahme der staatlichen Hilfsangebote zu stabilisieren und die Insolvenz dauerhaft abzuwenden. Weitere Informationen dazu auf www.ihk-koeln.de/228000.

Die IHK Köln hat in Zusammenarbeit mit der Schuldnerhilfe Köln ihre telefonische Krisenberatung ausgeweitet: Die Hotline ist montags und mittwochs zwischen 15 und 18 Uhr sowie dienstags und donnerstags zwischen 9 und 12 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 6997998 erreichbar. Das unentgeltliche Angebot richtet sich an aktuelle und ehemalige IHK-Mitgliedsunternehmen und auch bereits insolvente Unternehmen. Das Team der Krisenhotline mit langjähriger Erfahrung in der Beratung von Kleinunternehmen und Selbstständigen ist auch per Mail unter mail@firmenkrise.de erreichbar. Außerdem findet regelmäßig eine kostenlose Infoveranstaltung „Schulden aus selbstständiger Tätigkeit - Informationen zum Insolvenzverfahren“ statt, www.ihk-koeln.de/555.

Quelle: IHK zu Köln

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