Erste deutsche Produktionsstraße für Schutzkittel in Betrieb genommen 60.000 Schutzkittel – 100 % Made-in-Germany

Erste deutsche Produktionsstraße für Schutzkittel in Betrieb genommen 60.000 Schutzkittel – 100 % Made-in-Germany

Vom Anlagenbauer zum Produktionsbetrieb in 10 Tagen – das schaffte joke Folienschweißtechnik. Normalerweise verlassen Anlagen und Geräte zum Folienschweißen die Fabrikhallen in Bergisch Gladbach. Initiiert durch einen Aufruf der regionalen Wirtschaftsförderung, zeigte das Team ein beeindruckendes Maß an Kreativität und Engagement. Das Ergebnis: Jetzt können jeden Tag 60.000 Einweg-Schutzkittel, 7 Tage die Woche, produziert werden. Das Produkt wird von der Feuerwehr, dem Rettungsdienst, Krankenhäusern, Pflegeheimen und in der Lebensmittelherstellung bei ihrer täglichen Arbeit benötigt.

Hohes Investment und viel Know-How nötig

Die Schutzkittel werden am Rücken geschnürt. Gefertigt sind sie aus 40 µm starker, lebensmittelechter MDPE-Folie – auf Wunsch auch mit stärkerem Material. Die Folie wird als Rollenware geschnitten, geschweißt und zum Kittel gestanzt. Das bestehende Wissen aus 80 Jahren Erfahrung war Grundvoraussetzung für den Aufbau dieser Fertigungsstraße.

Um das Vorhaben innerhalb von 10 Tagen zu realisieren, mussten Module von drei bereits gefertigten Anlagen zusammen gesetzt werden – selbst über die Osterfeiertage waren die Maschinenbauer, Ingenieure und Techniker bei joke FS fleißig.

Zusammenhalt in der Region

Nach dem, in Abstimmung mit dem Krisenstab des Rheinisch-Bergischen Kreises durch Volker Suermann, Geschäftsführer der Rheinisch-Bergischen Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW), getätigten Aufruf zur Unterstützung bei der Beschaffung von Schutzausrüstung und des – im positiven Sinne – hartnäckigen Nachfragens von Oliver Engelbertz, Regionalvorstand Direktion Rhein-Berg der Kreissparkasse Köln, spielte joke FS alle Möglichkeiten durch.

Der erste Ansatz, mit kleinen Folienschweißgeräten die Kittel per Hand zu produzieren, wurde angesichts des hohen Bedarfs schnell verworfen. Eine intelligente, automatisierte und leistungsfähige Anlage war nötig. „Alle Mitarbeiter haben sich richtig reingehängt.“, erzählt Geschäftsführer Udo Fielenbach, „Selbst die Ehefrau eines Ingenieurs, die im Krankenhaus tätig ist, hat bei der Optimierung geholfen.“
Die erste Bestellung von 200.000 Schutzkitteln durch den Rheinisch Bergischen Kreis hat dieses Projekt erst ermöglicht.

Auf Lager und lieferfähig

Nicht nur die Produktionsanlage, auch die gesamte Logistik musste von null an aufgesetzt werden. Eine komplette Halle wurde vorbereitet, um wöchentlich 400 Paletten lagern und liefern zu können. Drei-Schicht-Betrieb, Kartonagen für die Verpackung, Zwischenlagern, kleinteilige Lieferprozesse, ungewohnte Vertriebswege – all das waren neue Aufgaben für die Anlagenbauer.

Die schnelle Entscheidung für dieses Investment in einer siebenstelligen Höhe wird sich jedoch nur dann auszahlen, wenn nicht nur kurzfristig der enorme Bedarf abgedeckt wird, sondern auch mittel- oder langfristig eine Komplett- oder Teilauslastung für diese Anlage gewährleistet ist. Das Interesse des Staates und der Behörden scheint auch nach Corona für eine zukünftige, deutsche Produktion vorhanden.

Zeitnah wird in drei Schichten an sieben Tagen produziert. Damit ist joke in großen Teilmengen lieferfähig. So können möglichst viele Anfragen zufriedengestellt werden. Nach Produktionsanlauf werden über 400.000 Kittel pro Woche produziert.

Enger Dialog mit den Anwendern für weitere Entwicklungen

Die joke Folienschweißtechnik wird die Lernkurve weiter steil halten. Schon jetzt gibt es die ersten Ideen für weitere Produkte. Vom geänderten Schnitt bis zu stärkerem Material ist alles möglich.

Musteranfragen können gerichtet werden an Max Fielenbach (Tel. 02204 839-749 oder E-Mail m3779b77f3d3744b0908ae63f3ca2f9e9.fielenbach@14d0f738e4b7439090e59095247d414ajoke.de).

Über joke Folienschweißtechnik

Vor 80 Jahren wurde joke Folienschweißtechnik (damals Joisten & Kettenbaum) gegründet. Als Spezialist für Folienschweißtechnik wurde im Laufe der Unternehmensgeschichte mit viel Liebe zum Detail eine zunehmend breitere Palette an Produkten entwickelt. Heute umfasst das Portfolio Folienschweißanlagen bis zu 28 Meter Länge, plus ein breites Sortiment an verschiedensten Geräten, Impulsgeber und Folienschweißschienen.

Fotohinweis:
von links nach rechts: Marc-André Fielenbach (Joke), Oliver Engelbertz (KSK), Udo Fielenbach (Joke), Stephan Santelmann (Landrat) und Volker Suermann (RBW).

Quelle: AOPR

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