"Unternehmenswerkstatt XXL - Arbeitgebermarke"

Ein Unternehmen muss sich glaubwürdig nach innen und außen darstellen, um seine Mitarbeiter und potentielle Bewerber von sich zu überzeugen. Gerade für kleine und mittelständische Unternehmen ist es wichtig wahrgenommen zu werden, die richtigen Kanäle zu nutzen und als attraktiver Arbeitgeber in Erscheinung zu treten. Die Konkurrenz ist groß und begehrte Fachkräfte schauen sich ihre Arbeitgeber heute sehr genau an. Fachkräfte wollen wissen, was ein Unternehmen ausmacht, welche Unternehmenskultur dort gelebt wird und welche Möglichkeiten es seinen Mitarbeitern bietet. In 2018 haben bereits 20 Teilnehmer von März bis Oktober an ihrer individuellen und authentischen Arbeitgebermarke gearbeitet und viele Erkenntnisse für sich und ihr Unternehmen mitgenommen. Eine kleinen Einblick bekommen Sie in unserer Dokumentation.

Packen Sie das Thema Arbeitgebermarke an und zeigen Sie sich als attraktiver Arbeitgeber! Wir unterstützen Sie dabei!

Alle Infos zur Unternehmenswerkstatt XXL - Arbeitgebermarke finden Sie hier!

Gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V., den Agenturen Alpha & Omega Public Relations und lessingtiede GmbH sowie Rethinking Organisations bietet die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW) in 2019 nun die zweite „Unternehmenswerkstatt XXL – Arbeitgebermarke“ an: Entwickeln auch Sie Ihre eigene klare, strategische und wirkungsvolle Arbeitgebermarke!


Was ist eigentlich eine Arbeitgebermarke?

  • Eine Arbeitgebermarke umfasst die Summe aller Vorstellungen über ein Unternehmen als Arbeitgeber. Sie bezieht sich also eindeutig auf den Arbeitsmarkt und richtet sich klar an Bewerber und Mitarbeiter.
  • Die Arbeitgebermarke ist nicht mit der Verbrauchermarke eines Unternehmens zu verwechseln. Diese richtet sich an die Konsumenten bzw. Kunden.

Was nützt Unternehmen die Stärkung der Arbeitgebermarke?

  • Eine starke Arbeitgebermarke ist ein zentraler Erfolgsfaktor beim Wettbewerb um Mitarbeiter. Wenn Sie Ihr Unternehmen als eine begehrte Marke etablieren, dann ziehen Sie einen größeren Bewerberpool an. Durch eine klare Kommunikation ihrer aussagekräftigen Arbeitgebermarke erhalten Sie mehr passgenaue Bewerbungen von Menschen, welche die Wertvorstellungen des Unternehmens teilen. Gleichzeitig senken Sie so Ihre Personalkosten. Nimmt man Ihr Unternehmen als kompetenten Arbeitgeber wahr, hat das einen positiven Einfluss auf das allgemeine Unternehmensimage. Nicht zuletzt können Sie durch gelungene Pressearbeit den Bekanntsheitsgrad Ihres Unternehmens steigern.

Was ist das Ziel einer Arbeitgebermarke?

  • Das Ziel einer guten Arbeitgebermarke ist die Differenzierung, d. h. die Arbeitgebermarke soll verdeutlichen, worin sich das Unternehmen von anderen Unternehmen unterscheidet und für welche Werte das Unternehmen steht.
  • Eine aussagekräftige Arbeitgebermarke verfolgt das Ziel die Arbeitgeberattraktivität zu erhöhen, qualifizierte bzw. passende Bewerber anzusprechen und bestehende Mitarbeiter zu binden.

Interview mit Zuzana Blazek (IW Köln) über die Bedeutung einer Arbeitgebermarke

Warum rechnet es sich für Unternehmen, eine Arbeitgebermarke zu erarbeiten?

Blazek: Unternehmen stehen in Zukunft vor großen Herausforderungen, wenn es da-rum geht, passende Fachkräfte zu rekrutieren. In manchen Regionen und Branchen ist die Not bereits heute sehr groß. Vielen Unternehmen mangelt es nicht an Aufträgen, aber an Personal, das diese Aufträge umsetzen kann. Und die Situation wird sich in Zukunft noch zuspitzen. Für Unternehmen, die wettbewerbsfähig bleiben wollen, gilt es, jetzt zu handeln. Unternehmen müssen sich strategisch aufstellen und eine starke Arbeitgebermarke aufbauen.

Um nach außen eine Strahlkraft zu entwickeln und Bewerber anzuziehen?

Blazek: Ja und vielleicht noch wichtiger: um gute Mitarbeiter zu halten. Eine starke Arbeitgebermarke sollte vor allem nach innen ins Unternehmen wirken, dort muss das Versprochene dann auch tatsächlich gelebt werden, damit es glaubwürdig nach außen wirken kann. Und nichts wirkt positiver nach außen, als zufriedene eigene Mitarbeiter.

Viele große Unternehmen widmen sich dem Aufbau der Arbeitgebermarke mit viel Geld und Personal. Kann ein kleines oder mittleres Unternehmen das überhaupt stemmen?

Blazek: Wir haben viele KMU kennengelernt, die sich mit beschränkten finanziellen und personellen Mitteln auf genau diesen Weg begeben haben und tolle Erfolge vorzeigen können. Die Erfahrung zeigt: Oft tun sich gerade kleine und mittlere Unternehmen leichter als große Konzerne, da beispielsweise die Entscheidungswege sehr viel kürzer sind. Employer Branding ist kein Buch mit sieben Siegeln. Es gibt klare Schritte, die zu gehen sind. Und natürlich kann nicht alles auf einmal umgesetzt werden. Es geht darum, sich dem Thema strategisch zu widmen und mit kreativen Ideen in die Umsetzung zu gehen.

Dabei wollen wir die Unternehmen mit der Unternehmenswerkstatt XXL unterstützen. Was nehmen die Unternehmen für sich aus den Workshops mit?

Blazek: Viele Unternehmen haben bereits die Notwendigkeit erkannt, eine attraktive Arbeitgebermarke zu entwickeln. Sie können oder wollen aber nicht stapelweise Literatur dazu auswerten, bevor sie in die Umsetzung gehen oder Unternehmensberater beschäftigen. Was sie benötigen, sind Orientierungspunkte, eine Art Roadmap, praxisnahe Impulse und Checklisten, damit sie schnell und fokussiert in die Umsetzung gehen können. Eben dies bietet die Unternehmenswerkstatt XXL komprimiert in drei Workshops an. Im ersten Workshop wird es darum gehen, wie die Ausgangslage analysiert wird. Die Analysephase ist von entscheidender Bedeutung, um eine handfeste Strategie zu entwickeln. Im darauffolgenden Workshop erfahren die Unternehmen, wie sie ihr Arbeitgeberprofil sowohl nach innen als auch nach außen kommunizieren können. Und welche Ansatzpunkte es gibt, den Erfolg von Employer Branding auch zu messen, erfahren die Teilnehmer im letzten Workshop. Außerdem wird im letzten Workshop ein Fokusthema bearbeitet, das gemeinsam mit den Unternehmen gewählt wird. Die Unternehmen werden im Rahmen der Unternehmenswerkstatt XXL also praxisrelevante Informationen erhalten, erste Umsetzungsschritte machen, von Praxisbeispielen lernen und die Möglichkeit haben, sich auszutauschen.

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