Bin ich mutig genug? - Das ist die zentrale Frage, die sich ein Arbeitgeber stellen muss, wenn er eine Arbeitgebermarke entwickeln will.

Bin ich mutig genug? - Das ist die zentrale Frage, die sich ein Arbeitgeber stellen muss, wenn er eine Arbeitgebermarke entwickeln will.

Das ist die zentrale Frage, die sich ein Arbeitgeber stellen muss, wenn er eine Arbeitgebermarke entwickeln will. Denn es geht um Werte und Unternehmenskultur, die seine Mitarbeiter und solche, die es werden sollen, mitgestalten. Und dabei treffen manchmal auch verschiedene Vorstellungen aufeinander.
Die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH (RBW) hat gemeinsam mit dem Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V. und der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach 15 Unternehmen auf dem Weg zur Arbeitgebermarke begleitet. Nun konnten erste Ergebnisse präsentiert werden.

Am 28. November trafen sich die Teilnehmer der ersten „Unternehmenswerkstatt XXL - Arbeitgebermarke“ zum Erfahrungsaustausch mit weiteren am Thema interessierten Unternehmen, die die Wiederholung des Angebotes im Jahr 2019 nutzen können.

„Wir haben zuerst eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt. Dabei sind viele interessante Aspekte ans Licht gekommen, die uns nun im Prozess weiterhelfen.“ berichtete Yvonne Fox, Personalmanagerin bei der Wermelskirchener Memotech GmbH. Auch bei der Erstellung der neuen Karriere-Website wurden dann die Mitarbeiter einbezogen. „Hierbei war uns vor allem wichtig, dass unsere Mitarbeiter ihre eigenen Geschichten erzählen und somit möglichen Bewerbern unsere Firmenphilosophie bestätigen. Wir reden nicht nur darüber, sondern wir leben sie auch!“, so Fox weiter. Andere Teilnehmer kümmerten sich zunächst um das Thema „Kommunikation“, weil gerade zwingend die Erstellung einer Stellenanzeige erforderlich war, die nicht mit den üblichen Floskeln gespickt sein sollte. Wieder andere bildeten Arbeitsgruppen im Unternehmen, die die einzelnen Themen abarbeiteten.

„Es gibt keine starre Vorgehensweise und keinen genauen Zeitplan für die Umsetzung und Etablierung einer Arbeitgebermarke“, weiß Bianca Degiorgio, Projektleiterin bei der RBW für die Themen Fachkräftesicherung und Fachkräftemarketing. „Wichtig ist es dranzubleiben und ein individuelles Konzept zu entwickeln“. Und ja, eine Geschäftsführung müsse auch mutig sein, denn die Entwicklung einer Arbeitgebermarke ist ein ganzheitlicher Prozess, der sich nicht im Umstyling der Website oder einzelner Personalmarketingaktivitäten erschöpft. „Die Positionierung als rbeitgeber braucht Selbstreflexion, das dauerhafte Commitment der Chefetage, Mitstreiter und den gewissen langen Atem“, ergänzt Sibylle Stippler vom Institut der deutschen Wirtschaft, das den Teilnehmern in verschiedenen Workshops Input zur Analyse der aktuellen Situation, der Entwicklung von Kernbotschaften, der internen und externen Kommunikation sowie zu Personalmarketing, Social Media und Karriere-Websites gegeben hat.

„Vor der Unternehmenswerkstatt war das Thema Arbeitgebermarke riesig und man wusste gar nicht, wo man anpacken soll. Nun haben wir kleinere Päckchen, die wir Stück für Stück abarbeiten, ausbauen und verbessern können. Interessant ist, wieviel man eigentlich schon im Unternehmen hat und anbietet, es nur nicht aus der Perspektive Arbeitgebermarke betrachtet hat.“, so Anne Klein, Personalleiterin bei der Bergisch Gladbacher Astro Strobel Kommunikationssysteme GmbH. Und die anderen Teilnehmer stimmen ihr zu.

Arbeitgebermarke 2019

Da die erste Unternehmenswerkstatt so erfolgreich war, wiederholt die RBW mit ihren Partnern und weiteren unterstützenden Agenturen und Beratern aus dem Rheinisch-Bergischen Kreis das Angebot auch in 2019. Und so konnten die interessierten Teilnehmer der Veranstaltung bei vier Themeninseln schon mal in das Projekt schnuppern. Es ging um die Unternehmens-DNA, die Gestaltung von Stellenanzeigen, das Azubimarketing und die Rekrutierung von neuen Mitarbeitern via Social Media. Alle Inhalte werden auch im Prozess der Erstellung einer Arbeitgebermarke vorkommen.

Die „Unternehmenswerksatt XXL – Arbeitgebermarke 2019“ startet im März des nächsten Jahres und dauert bis November. Sie beinhaltet drei Workshops zu den Themen Analyse, Kommunikation und Evaluation sowie drei inhaltliche Vertiefungen zu diesen und weiteren Themen, die von den regionalen Experten geleitet werden. Außerdem werden die Teilnehmer zweimal zu einem moderierten Erfahrungsaustausch eingeladen. Die Anmeldung ist bis Ende Februar 2019 bei der RBW möglich. Die Teilnahme kostet 1.150 Euro zzgl. Mehrwertsteuer.

Alle Interessierten können sich auf der Homepage der RBW informieren oder wenden sich direkt an die Ansprechpartnerin Bianca Degiorgio, Tel.: 02204/9763-21, E-Mail: degiorgio@645ecf40e25c448f836978ccc3e5130drbw.de. Ein Infosheet zum Projekt Arbeitgebermarke 2019 finden Sie hier.

Das Podium zeigt v.r.n.l.:
Bianca Degiorgio - Projektleiterin bei der RBW
Anne Klein - Personalleiterin Astro Strobel Kommunikationssysteme GmbH (Bergisch Gladbach)
Michaela Smudzinski - Pädagogische Leitung / Wohnen für Menschen mit Behinderung gGmbH (Rösrath)
Rainer Schmidt – Geschäftsführer / Wohnen für Menschen mit Behinderung gGmbH (Rösrath)
Dagmar Richerzhagen – Verwaltungsleitung / Die Kette e. V. (Bergisch Gladbach)
Rosemarie Hagemann – Inhaberin Lohnbüro Hagemann (Bergisch Gladbach)
Dieter Andreschak – Geschäftsführer Memotech GmbH (Wermelskirchen)
Yvonne Fox – Personalmanager Memotech GmbH (Wermelskirchen)
Sibylle Stippler, Institut der deutschen Wirtschaft Köln e.V.

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