Expedition Heimat 2.0 – Intensive Auseinandersetzung mit Thema Orgel in Kürten

Expedition Heimat 2.0 – Intensive Auseinandersetzung mit Thema Orgel in Kürten

Sich auf den Weg machen und die kleinen und großen Besonderheiten der eigenen Heimat entdecken − das ist nach wie vor der Ansatz von Expedition Heimat. Die Ausrichtung des Formats hat sich jedoch verändert. Fanden von 2008 bis 2015 an einem Tag im Jahr in allen Kommunen parallel zahlreiche Veranstaltungen unter einem bestimmten Motto statt, so konzentriert man sich jetzt an einem Ort auf ein Thema. „Expedition Heimat 1.0 hat sehr viele interessante Themen hervorgebracht, die teilweise aber nur gestreift wurden. Daher konzentrieren wir uns von nun an auf ein Thema ganz intensiv in einer Kommune und beleuchten dieses aus unterschiedlichen Blickwinkeln“, erklärt Susanne Bonenkamp, Kulturreferentin des Rheinisch-Bergischen Kreises, das neue Format. In diesem Jahr dreht sich vom 6. bis zum 10. September alles rund um das Thema Orgel. „Die Orgel gilt als Königin unter den Instrumenten, daher haben wir uns entschieden, mit diesem Thema in das neue Konzept von Expedition Heimat zu starten“, so Landrat Dr. Hermann-Josef Tebroke, „ich wünsche den Veranstaltung einen großen Besucherzulauf und den Gästen interessante und unterhaltsame Stunden.“

Programm
Unter denOberbegriffen Wissenswertes, Werkbank und Orgelbank erwartet die Besucher ein abwechslungsreiches Programm: Bei den Werkstattführungen der Firma Orgelbau Schulte können Interessierte erleben, wie sich die Orgel im Laufe der Jahrhunderte verändert hat, welche Anforderungen heute an einen Orgelbauer gestellt werden und warum Orgeln unterschiedlich klingen. „Wir möchten den Gästen die Ehrfurcht vor dem Instrument nehmen und ihnen die Orgel wieder etwas näher bringen“, wünscht sich Oliver Schulte, für den der Beruf des Orgelbauers aufgrund seiner Vielfältigkeit so interessant ist. „Man braucht handwerkliches Geschick und eine Affinität zur Musik ebenso wie Kenntnisse der Holz – und Metallerarbeitung und der Betriebswirtschaft.“ All das und viele weitere Aspekte rund um das Thema Orgelbau stellt er den Gästen während der 90-minütigen Führungen vor. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, sollten sich Besucher im Vorfeld beim i-Punkt-Altenberg anmelden, (Tel.: 02174 4199-50, E-Mail: info@odenthal-altenberg).


Bei den vier Veranstaltungen mit dem Titel Orgelbank können Zuhörer sich auf ein besonderes Klangerlebnis freuen. Denn die Konzertprogramme spannen einen Bogen von Barock über Klassik und Romantik bis ins 20. Jahrhundert. Das Programm hängt dabei von der jeweiligen Orgel ab. Begleitet werden die Konzerte durch Moderationen und inhaltliche Erläuterungen. Welche Bedeutung die Orgel im katholischen und protestantischen Kontext hat und wie sie als „Leierkasten“ auf die Straße kam, wird den Besuchern in den Vorträgen vermittelt, die unter dem Thema Wissenswertes stehen.

Hintergrund
Veranstalter und Erfinder des Veranstaltungsformats Expedition Heimat ist das Kulturbüro des Rheinisch-Bergischen Kreises. In diesem Rahmen fanden von 2008 bis 2015 an insgesamt 64 Schauplätzen zahlreiche Führungen, Vorträge und Exkursionen statt. Dabei gab es acht Themen, die jedes Jahr im Kontext einer anderen Kommune präsentiert wurden. Während einer kreativen Veranstaltungspause wurde 2016 eine Browser-Anwendung entwickelt, die einen inhaltlichen Rückblick auf alle bisherigen Themen zeigt. Dabei entstand die Idee, verschiedene Schätze der vergangenen Jahre auf neue Art aufzugreifen und tiefergehend zu beleuchten: Expedition Heimat 2.0. Das Thema Orgelbau und –musik bot sich dafür als Start an, wurde es doch 2014 von der Deutschen UNESCO-Kommission in die Liste des immateriellen Kulturguts aufgenommen und damit für Deutschland als einzigartig definiert. 2018 dreht sich bei Expedition Heimat in Leichlingen alles rund um das Thema Fachwerk, 2019 steht der Aspekt „Bauhaus“ im Mittelpunkt.

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe sowie zu den einzelnen Programmpunkten gibt es auf der Homepage des Rheinisch-Bergischen Kreises, www.expedition-heimat.de sowie beim Kulturbüro, E-Mail: kultur@5c5b21e922cf41a6934bb47066c6d9d7rbk-online.de, Tel.: 02202 13-2770.

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