REGIONALE 2025: Fachkongress fokussierte den innovativen und nachhaltigen Umgang mit den heimischen Ressourcen im Bergischen RheinLand

Grüne Wiesen, Wälder, Steinbrüche und (Trink-)Wasser in den Talsperren: Das Bergische RheinLand ist reich an natürlichen Ressourcen. Angesichts des Klimawandels ist der schonende und intelligente Umgang mit den heimischen Ressourcen eine zentrale Herausforderung für den Raum und ein Kernthema der REGIONALE 2025 Bergisches RheinLand. Unter dem Titel „Alles Ressource! Regionale Kreislaufwirtschaft: Landschaftsressourcen sichern, klimaschonend nutzen, wertschöpfend entwickeln“ fand am 04. November 2022 auf dem Innovationsstandort :metabolon in Lindlar/Oberbergischer Kreis ein Fachkongress statt. Der Kongress zeigte in Vorträgen und Gesprächsrunden Potenziale und innovative Ansätze für eine nachhaltige Ressourcennutzung auf und bot Inspiration sowie Einblicke in internationale, nationale und regionale Projekte. Darüber hinaus wurden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt.

Rund 200 Teilnehmer, darunter Projektträger*innen, Akteur*innen sowie zahlreiche Bürgermeister*innen und Politiker*innen aus dem Bergischen RheinLand und dem In- und Ausland diskutierten vor Ort spannende Zukunftsthemen, die von erneuerbaren Energien über klimaverträgliches Bauen bis zum klugen Wassermanagement und zirkulärer Wertschöpfung reichten. Veranstaltet wurde der Kongress von der REGIONALE 2025 Agentur im Rahmen des Aktivierungsprozesses Ressourcenlandschaft und der Zwischenpräsentation in Zusammenarbeit mit dem Oberbergischen Kreis, dem Rheinisch-Bergischen Kreis und dem Rhein-Sieg-Kreis. Der Veranstaltungsort war passend gewählt, denn :metabolon ist ein international anerkanntes Forschungszentrum für Stoffumwandlung und Umwelttechnologien. Zudem wird dieser Standort im Rahmen der REGIONALE 2025 aktuell mit dem Projekt Bergische Ressourcenschmiede – Hub für zirkuläre Wertschöpfung zu einem Kompetenzstandort für Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft weiterentwickelt.

REGIONALE-Projekte leisten wichtigen Beitrag zur regionalen Kreislaufwirtschaft

Begrüßt wurden die Teilnehmer*innen durch Jochen Hagt, Landrat des Oberbergischen Kreises und Vorsitzender des Lenkungsausschusses der REGIONALE 2025 Agentur, und Dr. Georg Ludwig, Bürgermeister der Gemeinde Lindlar. Zu den Gästen gehörte Michael Hermanns, Abteilungsleiter im Umwelt- und Verkehrsministerium Nordrhein-Westfalen. Er überbrachte herzliche Grüße von Minister Oliver Krischer und hob in seinem Impulsvortrag die Bedeutung geschlossener Stoffkreisläufe und einer effektiven Ressourcennutzung hervor: „Die Etablierung von regionalen Kreisläufen ist ein zentraler Baustein, um Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig und nachhaltig aufzustellen. Die REGIONALE 2025 leistet mit klugen Projekten einen wichtigen Beitrag für den Übergang zu einer Circular Economy.“ Für das Engagement bedankte sich Hermanns bei allen Beteiligten. Durch den Austausch und den Wissenstransfer würden auch über die Grenzen des Bergischen RheinLands hinaus wertvolle Impulse für eine nachhaltige Entwicklung gegeben.

Als Keynote Speaker sprach zudem Prof. Dr. Manfred Fischedick, Wissenschaftlicher Geschäftsführer des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt, Energie, über neue Potenziale in der Nutzung von regionalen Ressourcen. Weiterhin wurde die kooperative Nutzung von Ressourcen im Bergischen RheinLand aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Die Zielsetzungen für das Landesstrukturprogramm skizzierte Dr. Reimar Molitor, Geschäftsführer der REGIONALE 2025 Agentur. Dabei unterstrich er die Notwendigkeit, Landschaftsressourcen optimal und in Balance mit ökologischen Zielen zu nutzen: „Mit den Projekten im Rahmen der REGIONALE wollen wir vor Ort eine neue Ressourcenkultur auf den Weg bringen und das Bergische RheinLand als Kompetenzraum für eine nachhaltige Ressourcennutzung aufbauen. Dazu gehört u.a., dass auch Reststoffe und Abwärme effizient verwertet und möglichst lange in regionalen Wertschöpfungskreisläufen gehalten werden.“

Diesen Ansatz begrüßte auch Dr. Michael Narodoslawsky, Professor i.R. für Verfahrenstechnik an der Technischen Universität Graz und Mitglied des Fachbeirats der REGIONALE 2025, im Rahmen des Kongresses. Er sieht die Kooperation der Akteure als entscheidenden Faktor für den Erfolg der Transformation an: „Der richtige und kluge Umgang mit den Zukunftsressourcen macht den Unterschied zwischen erfolgreichen Regionen und Nachzüglern. Die optimale Nutzung gerade dieser bisher wenig genutzten Ressourcen bedarf aber regionaler Planung und der Zusammenarbeit vieler Akteure über die Grenzen und Sektoren hinweg. Das lässt sich nicht durch Alleingänge lösen, sondern erfordert ein systemisches und strategisches Vorgehen.“

Schwerpunktforen mit konkreten Praxisbeispielen

In vier thematischen Schwerpunktforen wurden anhand von ausgesuchten Praxisbeispielen konkrete Projekte vor Ort aus dem Bergischen RheinLand, gute Vorbilder aus dem In- und Ausland sowie aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in den Themenlinien „Grüner Wasserstoff / Dezentrale Energiesysteme“, „Zirkuläre Wertschöpfung / Ressourcenschonendes Bauen“, „Nachhaltiges Wassermanagement“ sowie „Regionale Lebensmittel“ vorgestellt und diskutiert. Das Spektrum der präsentierten REGIONALE-Projekte reichte vom Grünen Mobilhof GL über die Bergische Ressourcenschmiede – Hub für zirkuläre Wertschöpfung und :aqualon 2.0 – die Bergische Wasserkompetenzregion bis zum Regionalen Wertschöpfungszentrum / Food Hub. Im Anschluss griffen die Teilnehmer*innen gemeinsam an interaktiven Stationen die Themen auf und setzten diese in Beziehung zu konkreten laufenden und perspektivisch neuen Projektvorhaben im Bergischen RheinLand.

Mehr Informationen zur Projektqualifizierung und den Projekten unter: www.regionale2025.de/projekte

Weitere Informationen zu den Strategiepapieren und der REGIONALE Programmatik unter: www.regionale2025.de/strategie-programmatik

Quelle: Regionale 2025

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