Mathematikzentrum für den gesamten Kreis – Praxisnaher Unterricht soll Alltag und Mathe verknüpfen

Wie spannend und alltagsbezogen Mathematik ist, das können Grundschülerinnen und -schüler künftig im geplanten Mathematikzentrum in Rösrath ganz praktisch erfahren. Einmal jährlich soll jede 3. und 4. Klasse aus dem gesamten Kreisgebiet den neuen außerschulischen Lernort in den Räumlichkeiten des Schulzentrums Rösrath besuchen und dort selbstständig Mathematik entdecken und erleben. Begleitet werden sie dabei durch zwei pädagogische Fachkräfte. Eröffnet werden soll das Mathematikzentrum, das in Kooperation von MINT-Netzwerk Rhein-Berg, unterer Schulaufsicht des Rheinisch-Bergischen Kreises sowie mit der Stadt Rösrath entstehen wird, voraussichtlich im Februar 2020. Es ist ein wichtiger Bestandteil der Gesamtstrategie der Region zur Förderung der digitalen Bildung. „Mit dem Mathematikzentrum eröffnen wir den Schülerinnen und Schüler eine innovative und spielerische Art des Umgangs mit Mathematik. Damit wollen wir schon früh die Begeisterung für die sogenannten MINT Berufe wecken“, betont Kreisdirektor Dr. Erik Werdel. Auch im Ausschuss für Schule, Sport und Kultur fand das Konzept große Zustimmung. „Das Mathematikzentrum ist ein Projekt, das sich innerhalb kurzer Zeit sehr fruchtbar entwickelt hat und das nicht jeder hat. Das ist etwas Besonderes“, lobte Hinrich Schipper von der SPD-Fraktion.

Bei den Besuchen können die Kinder in unterschiedlichen Themenräumen sowohl einzeln, zu zweit oder in Gruppen arbeiten. Natürlich wird der Besuch auch in den Unterricht eingebettet. Die Lehrkräfte erhalten zuvor Informationsveranstaltungen und Materialien, mit denen sie die Schülerinnen und Schüler auf das Lernen im sogenannten Schülerlabor vorbereiten. Auch im Anschluss werden die neuen Erfahrungen aus dem Mathematikzentrum im Unterricht wieder aufgegriffen sowie die Lehrinnen und Lehrer weiter begleitet. Für das didaktische Konzept wird eine Kooperation mit dem MathZe Bonn angestrebt.

Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 50.000 Euro. Ein Antrag auf Förderung als Schülerlabor durch die zdi-Landesstelle NRW wurde gestellt. Zudem werden derzeit weitere Fördermöglichkeiten geprüft. Für die Schulen ist das Angebot kostenlos. Auch die Möglichkeit vergünstigter Busfahrten zum Mathematikzentrum wird aktuell ausgelotet.

Quelle: Rheinisch-Bergischer Kreis

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