Vereinbarkeit Beruf und Privatleben

Beim Thema Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben geht es nicht um eine karitative Geste des Unternehmens, sondern um einen elementaren Faktor, den Unternehmen für sich nutzen können um qualifizierte und motivierte Mitarbeiter zu gewinnen und vor allem auch an sich zu binden.
Familienfreundliche Maßnahmen in Unternehmen sollten sich klugerweise gleichermaßen an männliche wie weibliche Beschäftigte richten – weil alle von Vereinbarkeitsfragen betroffen sind oder sein werden.
Vereinbarkeit äußert sich oftmals in unterschiedlicher Form. Während Großbetriebe vielfach ein breites Reservoir an Vereinbarkeitsmaßnahmen vorhalten können, ist dies in Kleinbetrieben in der Regel nicht möglich – und auch nicht sinnvoll. Dabei sind kleinere Betriebe jedoch nicht weniger familienfreundlich, nur einfach anders. Hier werden vielfach im direkten Gespräch Probleme besprochen und oftmals kreative Lösungen gefunden.

Familienfreundliche Unternehmenskultur

Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben lassen sich am besten umsetzen, wenn die folgenden Voraussetzungen im Unternehmen gegeben sind: Eine Unternehmenskultur, die erwerbsarbeitsfreie (Familien-)Phasen bzw. reduzierte Arbeitszeiten bewusst unterstützt und nicht als Nachteil im Betriebsablauf oder in der Biografie der Mitarbeiter versteht. Eine Unternehmenskultur, die familiäre Freiräume auch für Väter und für Mitarbeiter in Führungspositionen unterstützt (Vorbildfunktion) sowie eine gegenseitige Rücksichtnahme der Beschäftigten mit und ohne Familienaufgaben fördert.
Im Rahmen der Vereinbarkeit geht es auch darum, den Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeitern zu intensivieren und auf dieser Basis bereits vorhandene familien- und lebensphasenbewusste Maßnahmen zu optimieren. Für diesen gewinnbringenden Dialog haben gerade KMUs, in denen die Kommunikationswege eher kurz sind, beste Voraussetzungen.

Betriebswirtschaftliche Effekte von Vereinbarkeit

Familienbewusste Personalpolitik zahlt sich aus
Laut einer Studie des Forschungszentrums der Universität Münster ist in einem familienbewussten Unternehmen die Fehlzeitenquote und Fluktuationsrate geringer, die Mitarbeiterzufriedenheit sowie die Anzahl der Bewerbungen größer und die Rückkehrquote nach der Elternzeit höher.
Hier finden Sie die vollständige Studie des Forschungszentrums der Universität Münster. Auch eine aktuelle Studie des BMFSFJ von September 2016 zeigt die Renditepotenziale einer familienbewussten Personalpolitik auf!

Wirkungen von Familienfreundlichkeit messbar machen
Bislang ließ sich kaum messen, wie erfolgreich Vereinbarkeitsmaßnahmen tatsächlich sind. Genau hier setzt der kostenlose VB_kompass an, entwickelt vom Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik an der Steinbeis-Hochschule Berlin und seinen Partnern, dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie der Bertelsmann Stiftung. Mit dem VB_kompass können Personalverantwortliche und Unternehmer beziffern, was die Aktivitäten für eine bessere Vereinbarkeit tatsächlich bewirkt haben – und müssen sich nicht mehr ausschließlich auf ihr Gefühl verlassen.
Hier gelangen Sie zum Vereinbarkeitscontrolling.

Weitere Informationen und Linktipps

Hier finden Sie generelle Informationen rund um das Thema Vereinbarkeit

Weiterführende Informationen speziell zum Thema Pflege gibt es hier

Informationen zum Elterngeld und zur Elternzeit finden Sie hier

Anfahrt

Geben Sie ihren Standort ein und starten Sie den Routenplaner: